Technische
Umsetzung
Die auf 4 mm starkes Glas ausgerichteten Sprossen konnten nicht
verwendet werden, da die PV-Module 5 mm stark sind. Eine Spezialsprosse
wurde nach Vorgaben der Gärtnersiedlung von der Firma Vimose Driboga
entwickelt, die die Module auch optimal abdichtet und
durch eine Gummiauflage verhindert, dass das Laminat der Module durch Materialbewegungen
beschädigt wird.
Die 20 kg
schweren PV-Module wurden in die Südseiten der Arbeitshallen
eingesetzt, wobei die erste Kappe mit Modulen, die voll mit Zellen
belegt sind, ausgestattet ist. Bei den weiteren Kappen wurden im unteren
Bereich zwei Reihen Wafer weniger je Modul verbaut, um eine Beschattung
durch die voranstehende Kappe zu verhindern. Durch den Einbau der
PV-Module muss künftig auf die Lüftungsklappen auf der Südseite
verzichtet werden.
Geplant
wurde eine Gesamtanlage von 1,4 MWpeak. Dabei kamen die
Arbeits- und Versandhallen, Kühl- und Verladebereiche sowie probehalber
eine Schattenhalle im Freiland in Betracht. In der Gewächshausfläche
werden keine Module installiert, da hier jeder Lichtstrahl für das
Pflanzenwachstum benötigt wird.
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die
Module sind standardmäßig mit weißer Folie ausgestattet, was für die
Beschattung im Arbeitshallenbereich vorteilhaft ist
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zum
Vergleich: Module mit transparenter Folie für die an den Kulturbereich
anschließenden Kappen bei R. Bosch KG |
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Ausführende
Firmen
Realisiert
wurde das Projekt zusammen mit der Firma abakus solar AG (www.abakus-solar.de ) aus Gelsenkirchen. abakus solar ist ein führendes,
international tätiges Systemhaus für Photovoltaik mit umfassender
technischer Kompetenz. Als Generalunternehmer übernahm abakus solar die
Projektleitung für die Gesamtanlage und lieferte sämtliche Komponenten
inklusive der auf Scheibenmaß angepassten Solarmodule.
Die Umrüstung
der bestehenden Anlage wurde vom dänischen Gewächshausbauer
Viemose-Driboga A/S (www.viemose-driboga.dk)
durchgeführt. Die Umdeckung wurde in einem
Zeitraum von 4 Wochen durchgeführt. Dabei wurde die alte Eindeckung
entfernt, die vorhandenen Sprossen wurden durch die neue Spezialsprosse
ersetzt und die Module reihenweise ausgetauscht.
Im Betrieb
Hartmann Gartenbau GmbH & Co KG wurde ein neues Produktionsgewächshaus
mit 20.000 m² Hochglas errichtet. Dem Komplex vorgelagert ist eine
Kommissionierhalle mit 3.200 m², die im kommenden Jahr noch um eine Kühlhalle
erweitert werden soll. Diese Kommissionierhalle wurde ebenfalls mit
PV-Modulen eingedeckt. Gebaut wurde diese Anlage von der Firma Olsthoorn
b.v. aus Holland.
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verlegte
Module mit Spezialsprosse und Gummidichtung im Betrieb Hartmann
Hartenbau GmbH & Co KG / Münster
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Elektrische
Einbindung
Die elektrischen
Installationen in allen Betrieben wurden durch die Firma Kunzmann
Electro GmbH (info@kunzmann-electro.de ) aus Höchstädt
umgesetzt. Die Firma Kunzmann verbaute standardisierte Metallkabelrinnen
und Gitterrinnen, für die eine spezielle Halterung im Giebelbereich
entwickelt wurde. Darüber hinaus übernahm Kunzmann
Electro auch Lieferung und Installation der nötigen Standverteiler-
sowie Messverteilerschränke.
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dreiphasige Wechselrichter
der Firma SMA für
die Umwandlung von Gleich- in Wechselstrom
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Betrieb der Anlage
Das
Gesamtprojekt teilt sich auf die sieben Gartenbaubetriebe auf, die die
Einzelanlagen finanzieren und betreiben. Realisiert werden konnte bis
zum Jahreswechsel circa die Hälfte der geplanten Anlage. Umgerüstet
wurden die Betriebe Hartmann GbR, Dechant Gartenbau GmbH & Co KG
sowie die R. Bosch KG, hinzu kommt der Neubau im Betrieb Hartmann
Gartenbau GmbH & CO KG in Münster / Lech. Das Gesamtvolumen der bis
dato umgesetzten Anlage liegt bei 1,6 Mio Euro.
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Insgesamt kann
die Anlage im aktuellen Ausbauzustand eine jährliche Strommenge von
720.000 kWh produzieren, was einem Bedarf von ca. 260
Zwei-Personen-Haushalten und einer CO2-Einsparung von 405 Tonnen jährlich
entspricht (Quelle: Umweltbundesamt CO2-Emmissionsfaktor Strommix
Deutschland 2010). Die Betriebe verbrauchen diese Strommenge weitgehend
selbst für die technischen Einrichtungen, die für die Produktion der
Pflanzen nötig ist.
Besonders vorteilhaft sind die gewächshausdachintegrierten Solaranlagen
auch, da sie das Erscheinungsbild der Betriebe nicht verändern und
keine weiteren, landwirtschaftlich
genutzten Flächen verbraucht werden. Der Strom wird ohne Abfall, ohne
Abgase und ohne Geräuschbelästigungen erzeugt und direkt vor Ort
verbraucht.
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